Institut für Psychologie

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Vorstellung der Arbeitseinheit Klinische Psychologie

Leitung und Homepage
Was ist Klinische Psychologie?
Forschungsschwerpunkte
Schwerpunkte in der Lehre
Anwendungs-/Berufsfeld

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Emeritus:
Ferstl, Prof. em. Dr. Roman [UnivIS: Person & Lehre anzeigen]
Email: ferstlemail suffix

Lehrstuhlvertretung WS 10/11:
Kröger, PD Dr. Christoph [UnivIS: Person & Lehre anzeigen]
Anschrift: Olshausenstraße 62, 24118 Kiel
Raum: 424
Telefon: 0431-880-3674
Email: c.kroeger [at] tu-braunschweig.de
Sprechzeiten: n.V.
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Homepage der Arbeitseinheit

Was ist Klinische Psychologie? | top

Klinische Psychologie beschäftigt sich einerseits mit der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen und andererseits mit deren Diagnose, Therapie und Rehabilitation. Neben der klassischen Klinischen Psychologie haben sich verschiedene eigenständige Unterfächer entwickelt; die wichtigsten sind die Verhaltensmedizin und die Neuropsychologie. Die Verhaltensmedizin (Psychosomatik) untersucht psychische Faktoren bei der Entstehung, Aufrechterhaltung, Therapie oder Bewältigung körperlicher Erkrankungen. Die Neuropsychologie untersucht die psychischen Folgen von Verletzungen und Erkrankungen des Gehirns, stellt Behandlungsmethoden für die Therapie und Rehabilitation zur Verfügung und versucht allgemein, die Zusammenhänge von Gehirn und Verhalten aufzuklären.

Forschungsschwerpunkte | top

Am Lehrstuhl für Klinische Psychologie werden Themen aus der Klinischen Psychologie im engeren Sinne (z.B. Posttraumatische Belastungsstörungen), der Verhaltensmedizin (z.B. Neurodermitis), der Neuropsychologie (z.B. kognitive Störungen bei Schizophrenie) und der Biologischen Psychologie (z.B. Geruchswahrnehmung und klinisch-psychologische Störungen) untersucht. Das Methodenspektrum reicht dabei von klassischen quasiexperimentellen Gruppenvergleichen über computergestützte Verhaltensexperimente und psychophysiologische Messungen (EDA, EOG, EKG) bis hin zu modernen Verfahren der Analyse der Hirnaktivität (ereigniskorrelierte Hirnpotenziale / EKP, funktionelle Magnetresonanztomographie / fMRT). Für Studierende besteht die Möglichkeit im Rahmen von Forschungspraktika und Diplomarbeiten an aktuellen Projekten mitzuarbeiten. Derzeit läuft beispielsweise ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt mit dem Titel "Adaptationen impliziter Reizverarbeitungssysteme beim Menschen auf sozial relevante, emotionale Chemosignale". Darüber hinaus wird ab dem Wintersemester 04/05 eine forschungsorientierte Vertiefung zum Thema "Geruch und Verhalten" angeboten.

Schwerpunkte in der Lehre | top

Das Fach Klinische Psychologie wird in Kiel in einer deutlich experimentell-naturwissenschaftlichen Grundorientierung gelehrt. Es besteht ein sehr enger Bezug zu Fächern aus dem Grundstudium, besonders zur Allgemeinen und Biologischen Psychologie. Die Grundausbildung umfasst Vorlesungen zu psychologischen und neurobiologischen Grundlagen der verschiedenen Störungsformen (z.B. Angst- und Stress-induzierte Störungen, Psychophysiologische Störungen, Schizophrenie, Depression, Suchterkrankungen). In speziellen Seminaren werden die Kenntnisse zu einzelnen Störungsformen vertieft und Grundkenntnisse der Neuropsychologie (inkl. ihrer Diagnostik) und Verhaltenmedizin vermittelt. Studierende, die das Schwerpunktprogramm in Klinischer Psychologie wählen, erhalten darüber hinaus eine Ausbildung in Verhaltensanalyse und klinische Diagnostik sowie einer Reihe von Basiskompetenzen für die klinische Praxis (Durchführung von Sozialem Kompetenz-Training in Gruppen, Angst- und Stressbewältigungsverfahren, Entspannungstraining, Problemlöseverfahren etc.). Die Lehre in Klinischer Psychologie vermittelt die wesentlichen Grundlagen für eine postgraduale Ausbildung zum / zur Psychologischen Psychotherapeuten / Psychotherapeutin.

Anwendungs-/Berufsfeld | top

Die Klinische Psychologie ist das anwendungsorientierte Fach der Psychologie mit der längsten Tradition. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungs- und Berufsfelder.

Klinische Psychologinnen und Psychologen arbeiten unter anderem in Heimen und Beratungsstellen (z.B. Ehe- und Lebensberatung, Erziehungsberatung, HIV-Beratung, Schwangerschaftskonfliktberatung), in der Prävention bei öffentlichen Arbeitgebern (z.B. Suchtprävention, HIV-Prävention), in Rehabilitationskliniken (z.B. Sekundärprävention bei psychosomatischen Erkrankungen), im Bereich der Gesundheitspsychologie in Unternehmen und selbständig oder angestellt im Bereich der psychologischen und neuropsychologischen Diagnostik.

Seit der Einführung des Psychotherapeutengesetzes 1998 dürfen heilkundliche Tätigkeiten im engeren Sinne nur noch von approbierten Psychologischen Psychotherapeuten / Psychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten / Psychotherapeutinnen ausgeübt werden. Dies betrifft insbesondere die selbständige Diagnose und Therapie psychischer Störungen. In Kiel besteht am Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung die Möglichkeit, eine solche Ausbildung zum / zur Psychotherapeuten / Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie zu absolvieren.