Methodenlehre

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Andres, PD Dr. Johannes
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Was ist Methodenlehre?

Die psychologische Methodenlehre beschäftigt sich mit der Frage, welche Prinzipien und Verfahren die Psychologie zur Gewinnung ihrer Erkenntnisse verwendet.

Das menschliche Verhalten, das ja der Gegenstand der Psychologie ist, ist hochkomplex und unterliegt vielerlei Einflüssen. Daher ist oft schon die Konstruktion eines begrifflichen Rahmens, in dem die Phänomene angemessen beschrieben und untersucht werden können, eine schwierige Aufgabe. Ein Beispiel ist die Erfassung dessen, was gemeinhin als Intelligenz bezeichnet wird.

Will man die Auswirkungen von bestimmten äußeren oder inneren Einflüssen auf das Verhalten untersuchen, so steht man vor dem Problem, dass diese Einflüsse praktisch immer von anderen Einflüssen überlagert sind, nach denen die Untersuchung gar nicht fragt, die jedoch nicht gänzlich ausgeschaltet werden können. Es geht dann darum, durch eine geschickte Versuchsplanung solche störenden Einflüsse so weit es geht zu kontrollieren. Vollständig ist das so gut wie nie möglich, weshalb auch bei genau festgelegten Bedingungen immer noch Schwankungen im Verhalten zu beobachten sind. Derartige Schwankungen schreibt man dann meist dem Zufall zu.

Um mit dem Zufall umgehen zu können, der in der Restschwankung bei Experimenten ebenso auftritt wie beim Ziehen von Stichproben von Versuchspersonen auch für nichtexperimentelle Untersuchungen, braucht man schließlich die Statistik.

Aufgabe der Methodenlehre ist es nun, sich um die Probleme zu kümmern, die bei der Konstruktion von Konzepten, der Planung und Durchführung von Untersuchungen und der Auswertung von zufallsbehafteten Daten auftreten. Sie tut dies, indem sie die Methoden, die dabei verwendet werden, beschreibt, kritisch durchleuchtet, soweit als möglich rechtfertigt und weiterentwickelt.