Mehr zu den Ausbildungszielen und Berufsaussichten

In den ersten Semestern des Bachelors werden vorwiegend grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse sowie eine Orientierung über Forschungsergebnisse. Sie enthalten wesentliche Teile der Methodenausbildung und integrieren fächerübergreifende Veranstaltungen, die in forschungsbezogene, historische und berufliche Aspekte der Psychologie einführen.

In den Schwerpunkten und Vertiefungen des Bachelors werden die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft und erweitert. Es soll mit deren Anwendung in den wichtigsten Tätigkeitsfeldern der Psychologie vertraut machen. Hierzu sind auch berufspraktische Tätigkeiten in diesem Studienabschnitt eingeordnet. Ferner soll die Befähigung zur psychologischen Forschung gefördert werden. Die Bachelorarbeit, die im allgemeinen eine empirische Untersuchung einschließt, soll die Beherrschung der fachspezifischen Methodik ausweisen.

Praktische psychologische Aufgaben setzen häufig interdisziplinäre Kooperation voraus. Je nach angestrebtem späteren Tätigkeitsfeld sollen die Studierenden sich daher auch z.B. mathematische, naturwissenschaftliche, medizinische oder juristische Kenntnisse erarbeiten oder eine Orientierung in der Philosophie, in den Wirtschaftswissenschaften oder Sozialwissenschaften erwerben. Als Anregung hierzu dient das "Nichtpsychologische Wahlpflichtfach" Z.B. sind Psychologen nach ihrem Studium in folgenden größeren Gebieten tätig:

  • im Bildungs- und Erziehungswesen, z.B. als Schulpsychologe
  • im Sozialwesen, z.B. in psychologischen Beratungsstellen bei Kommunen oder Arbeitsämtern, bei verschiedensten sozialen Einrichtungen, z.B. Jugend- und Seniorenheimen
  • im Gesundheitswesen, z.B. in der Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation
  • in der Forensischen Psychologie, z.B. als psychologischer Gutachter bei Gericht, als Polizei-psychologe oder als Psychologe im Strafvollzug
  • im Bereich Wirtschaftspsychologie, z.B. als Arbeits-, Organisations- oder Marktpsychologe
  • im Bereich Technik, z.B. als Ingenieurspsychologie (z.B. System Mensch-Maschine) oder in der Ergonomie
  • in der psychologischen Forschung verschiedenster Forschungsinstitute

 

Die Marktchancen für Psychologen steigen. Zunehmend eröffnen sich für sie auch neue Berufsfelder. Neue Berufe mit neuen Anforderungsprofilen entstehen, in denen psychologisches Fachwissen ein starkes Gewicht erhält. Wenn als Studienziel die Erlangung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen genannt wird, die zur Aufnahme einer Tätigkeit als Psychologe/in befähigen, so kann diesem Ziel wegen der außerordentlichen Vielfalt der Berufsfelder, die sich für Psychologen inzwischen ergeben haben, mit nur einem Studiengang nur noch in begrenzter Weise entsprochen werden.