Institut für Psychologie

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Info-Papier zur Durchführung von Seminaren

(H. Fillbrandt)

e) Hausarbeiten

Das Thema eines Referats kann auch als Hausarbeit vergeben werden, darüber hinaus auch z.B. das Thema des Seminars als Ganzes. Natürlich können die Studierenden auch aufgefordert werden, sich selbst ein Thema für eine Hausarbeit auszudenken, jedoch nur ein solches, dass inhaltlich zum Seminar passt und überwiegend mithilfe des im Seminar erarbeiteten Wissens bzw. der empfohlenen Literatur bearbeitet werden kann. Themenvorschläge sollten vorher vom Seminarleiter genehmigt werden. Wie die Erfahrung zeigt, greifen insbesondere intrinsisch hoch motivierte Studierende diese Möglichkeit des Vorschlags eigener Themen/Fragen auf. In der Regel werden dann Hausarbeiten verfasst, die nicht mehr nur eine bloße, wenn auch verständige Rekapitulation vorgegebener Literatur darstellen, sondern einen hohen Eigen-Lösungs-Anteil an selbstgestellten weiteren Fragen beinhalten. Solche Arbeiten sind natürlich besonders positiv zu bewerten.

Eine Hausarbeit sollte nur von einer Person verfasst werden, Gruppenleistungen sollten eher die Ausnahme sein. Sie sollten nur dann bzw. nur unter der Bedingung zugelassen werden, dass der Eigenanteil jeder einzelnen Person klar erkennbar ist und damit unabhängig von den Beiträgen anderer Personen beurteilt werden kann.

Hausarbeiten haben ein Deckblatt, auf dem stehen soll:

  • Name und Anschrift der/des Studierenden, Art des Studiengangs, Semesterzahl, Immatrikulationsnummer
  • Hausarbeit zum Seminar .... im SS/WS 200x: Seminarleiter/in: Akad. Titel und Name
  • Thema der Arbeit

Die zweite Seite besteht auf dem Inhaltsverzeichnis/der inhaltlichen Gliederung mit den Seitenangaben der einzelnen Abschnitte.

Hausarbeiten sollen in der Regel einen Umfang von 12-15 Seiten haben, Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis nicht mitgerechnet, auch wenn die Seitenzählung mit dem Deckblatt beginnt.

Am Ende der Arbeit ist ein Literaturverzeichnis anzulegen. In das Verzeichnis ist in der Regel nur jene Literatur aufzunehmen, die tatsächlich auch zur Anfertigung der Arbeit verwendet worden ist. Das ist daran erkennbar, dass diese Literatur in der Hausarbeit erwähnt/zitiert wird, in der Regel mit Seitenangabe. Das Literaturverzeichnis ist nach der in der Psychologie vorgeschriebenen internationalen Weise anzulegen.

Die Arbeit hat mit einer unterschriebenen eidesstattlichen Erklärung abzuschließen, dass die/der Verfasser/in die Arbeit in allen ihren Teilen selbst verfasst und keine anderen als die angegebenen Mittel verwendet hat.

Der Seminarleiter bestimmt, bis zu welchem Datum die Hausarbeiten abzugeben sind. Im allgemeinen wird das frühestens nach Seminarende der Fall sein. Gute Erfahrungen liegen mit der Möglichkeit vor, den Studierenden noch die ersten Wochen der Semesterferien für die Anfertigung der Hausarbeit einzuräumen.

Der Seminarleiter liest die Arbeit. Er macht gegebenenfalls Anmerkungen am Seitenrand und verfaßt am Ende der Arbeit eine handschriftliche Kurzbeurteilung, in der in einigen wenigen Punkten die Arbeit in Form und Inhalt beurteilt wird und eine Gesamtbeurteilung in Form einer Note gegeben wird. Die Kurzbeurteilung soll eine Rückmeldung darüber geben, was gut und was nicht so gut, also noch (zukünftig) zu verbessern ist. Bei angehenden Akademikern mit Deutsch als Muttersprache ist leider auch die Rechtschreibung und die Fähigkeit, sich angemessen im Schriftdeutschen ausdrücken zu können, ein Beurteilungsgesichtspunkt geworden. Die schriftliche Kurz-Rückmeldung kann bei der Rückgabe der Hausarbeit mündlich noch näher erläutert werden. Die Möglichkeit, eine Hausarbeit im Falle einer Benotung mit "nicht ausreichend" erneut einzureichen, ist nicht vorzusehen.

Die Note ist im auszustellenden Leistungsnachweis zu vermerken.